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Social Media - was ist zu berücksichtigen?
12.07.2010 13:28:37
Ja, es stimmt: Recruiter, Headhunter, HR-Manager und auch Unternehmer kleinerer Betriebe beobachten BewerberInnen im Netz! Stellen Sie sich also darauf ein, dass auch das tollste Curriculum mit einer - sagen wir unglücklichen - Facebook-Seite Fragen aufwerfen kann. Denken Sie an sich selbst! Würden Sie gerne einem "Dauerpotenten" oder "24-Stunden-Kampf-Spassvogel" einen Job geben?

1) Beruhigen Sie Ihre Facebook Seite vor(!) der Bewerbung
> Seien Sie strikt. Je höher der Job, desto dünner wird die Reputationsluft! Raus mit seltsamen Freunden, raus mit seltsamen Fotos, raus mit Posts, die man lieber nicht lesen sollte. Vergessen Sie auch nicht, dass es interessant sein könnte, welche Seiten man "liked"!

2) Pflegen Sie XING und evtl. LinkedIn
> Sollten Sie noch keinen Gratis-Account bei Xing haben - sofort starten! Zögern Sie nicht. Die zukünftige Plattform zur Recherche von Curriculi wird XING sein!
> Pflegen Sie StudiVZ - so Sie Member sind - zumindest so, dass die aktuellen Daten auffindbar sind.
> Denken Sie an eine eigene WebSite? Wenn Ja, dann gilt das selbe wie bei Facebook - political und ethnic correctness sind ein Must!

3) Setzen Sie auf Digital Media
> Alles läuft über das Web. Zumindest bis zur Bewerbung selbst. Face to Face gelten andere Regeln, aber Ihre Online-Reputation wird zum Kalkül und Entscheidungsmoment.

4) Setzen Sie auf Selbstbewusstsein und Stil
> Spätestens jetzt sollten Sie sich damit beschäftigen, wie Sie Ihren Stil und den Elementen zur Darstellung im Web entwickeln und realisieren wollen. Mindestens 2 Dinge sollten Sie beherzigen: 1) Ein Foto das Sie neutral aber realistisch und schnörkellos zeigt, und 2) eine gute Sprache.


TIPP: Auf das Thema spezialisiert hat sich zB das österreichische Unternehmen Social Media Consulting
Motivationsschreiben
20.06.2010 16:29:25
Kürzlich kam uns wieder der Begriff "Motivationsschreiben" unter. Hier ein paar Grundlagen für ein gelungenes Motivationsschreiben:

Was ist ein Motivationsschreiben (MS) - was will das Unternehmen von Ihnen?

> Ein Motivationsschreiben ist ein kurzer Text, der aussagekräftig und nachvollziehbar Ihren Antrieb - also Motivation - zur Mitarbeit in diesem Unternehmen beschreibt. Die Betonungen liegen dabei auf allen roten und unterstrichenen Begriffen!

> Ein MS kann sowohl exklusiv als auch im Rahmen eines Zusatzdokumentes ausgeführt werden.

> Die Form ist die eines Anschreibens. Sie können auch kreativ dabei werden, aber passen Sie auf die Tonalität und Relevanz zur Stelle und zum Unternehmen auf.

> Falsche Aussagen rächen sich spätestens nach der ersten Belastungsprobe, die Ihren Versprechen nicht Stand halten können!

1) Story - Geschichte
Bauen Sie ein Motivationsschreiben wie eine kurze Geschichte auf, die Sie erzählen würden, wenn Sie in angenehmer Runde darüber plauderten, warum Sie bei diesem Unternehmen zu arbeiten begannen und wie Ihnen dies überhaupt gelang!
Tipp: Einleitung - Hauptteil - Schluss ;-)

2) Raum für persönliche Aspekte
Mixen Sie ruhig ein wenig persönliche Aspekte mit ein. Das hebt das MS von einem Anschreiben ab, und verhindert, dass Sie zu sehr versuchen, der Stelle mehr abzugewinnen, als diese hergibt.

3) Umfang
Eine Seite A4 - mehr nicht. Bleiben Sie dabei. Sollte es zu wenig sein, lag es am Inhalt und nicht an der Menge. Sollte es zu lang sein, haben Sie die Erwartungen aber übertroffen.
Tipp: Diese Seite A4 könnte die wichtigste in Ihrer gesamten Bewerbungsmappe werden.

4) Titel

Wenn Sie kreativ werden wollen, suchen Sie einen kurzen, kräftigen, persönlichen und Neugier machenden Titel für das MS aus. Das überrascht in jedem Fall! Aber bitte, bleiben Sie der Tonalität entsprechend der Stelle angepasst.


5) Recherche
Das ist der Kern der Sache! Ein Unternehmen hat ein Problem, das Sie lösen sollen. Deshalb schreibt man diese Stelle aus. Meist ist es einfach ein Ressourcenproblem, aber es kann auch andere Gründe geben.
Tipp: Finden Sie es heraus - jetzt ist "googeln" angesagt.
Wenn Sie auch nur einen Anhaltspunkt finden, der Ihre Stelle mit einem konkreten Unternehmensproblem- oder -vorhaben, in Verbindung bringen lässt, haben Sie einen Joker in der Hand. Den spielen Sie aus, in dem Sie in Ihrem MS auf diesen Punkt kommen, und erklären warum Sie dieses lösen können.
Dabei gilt es zwar "ein hartes Brett zu bohren", aber spätestens nach ein paar Tagen am neuen Arbeitsplatz kommt das ohnehin auf Sie zu ;-)


Die 5 besten Tipps für perfekten Text
20.06.2010 16:08:43
Gehen Sie beim Text keinen(!) Kompromiss ein. Sparen Sie nicht an Zeit und evtl. Geld, denn dies wird wesentlich Ihre Einschätzung und Bewertung beeinflussen.

1) Rechtschreibung
Vermeiden Sie Rechtschreibfehler! Korrigieren Sie, kontrollieren Sie im Duden, fragen Sie Menschen, die gut in Rechtschreibung sind. Lassen Sie einen Lehrer Ihres Kindes drüberlesen - tun Sie alles, um Rechtschreibfehler zu vermeiden.

2) Grammatik
Das selbe gilt für die Grammatik! Mehr ist dazu nicht zu sagen. Beistriche können im ein oder anderen Fall als "Kavaliersdelikt" durchgehen, aber schmerzhafte Fehlstellungen von Satzbausteinen, Fall-, Zeit- und andere Grammatikfehler, lassen Ihren eventuellen optischen Bonus verpuffen. Glauben Sie uns!

3) Stil und Ausdruck
Schreiben Sie so wie Sie gewohnt sind zu schreiben, aber schalten Sie eine Stufe nach oben. Das genügt. Schreiben hat im Gegensatz zum Gespräch den Vorteil, dass Sie Zeit zum Tüftlen haben. Und das nützen Sie für Ihre Bewerbung aus.
Sonder-Tipp: Klar, kurz und bündig!

4) Menge und Umfang
Verfallen Sie keinesfalls in "Dichterlaune"! Es geht um einen Job und nicht um Ihr erstes Buch. Man merkt das sofort, wenn ein Text bewusst "aufgefettet" wurde, oder durch Menge fehlenden Inhalt zu übertünchen versucht.

5) Struktur
Es mag zwar abgedroschen oder klischeehaft klingen, aber das klassische Aufsatz-System aus Schultagen: "Einleitung - Hautpteil - Schluss" ist immer noch ein einfacher, aber funktionierender Ansatz.

Spezial-Tipp: Wenn Sie sich nicht in der Lage sehen, einen wertigen Text zu erstellen, dann gehen Sie nicht zum erstbesten Verwandten, der einen PC hat, sondern zum Profi - das rentiert sich 100-fach!

Optische Basics für Bewerbungen mit Textverarbeitungsprogrammen
04.06.2010 12:05:53
Nachfolgend bieten wir ein paar nützliche Basics zur optischen Gestaltung von Bewerbungen an:

1) Typografie
> Schriftgröße maximal 10/11 pt - Überschriften 12/14 pt aber nie Bold/Fett!
> Farben: Am besten einfach Schwarz - Überschriften in 70 bis 80% Schwarz sehen gut aus!
> Schriftarten: Immer(!) Systemschriftarten wegen der Kompatibilität (Ist natürlich bei versendeten PDFs eher egal)
> Keine Schreibschriften - keine verspielten Sonderschriften
> Gezielter Einsatz von Linien unter- und oberhalb von Überschriften
> Ab 5 Seiten sollten Seitenzahlen eingebaut werden - ab 10 Seiten bietet sich eine Inhaltsangabe an. Format sollte immer zB Seite 1/5 sein ...

2) Gestaltung
> Keine Cliparts! Never!
> Symbole aus gängigen Zeichensätzen - zB Zapf Dingbats, Wingdings oder ähnliche ...
> Keine Hintergrundbilder bei Text! Never!
> Titelseite mit Bild ist OK
TIPP: Erstellen Sie eine Kopfzeile mit zB farbigem Balken in dem der Name steht - Fußzeile mit einer einfachen Linie und unterhalb mit Ihren Daten!
Details im Lebenslauf
04.06.2010 10:17:32
Wie viele und welche Details sind in einem Lebenslauf nötig?

Wir schlagen folgende Unterscheidung vor:
1) Umfangreiche und viele Stationen in der beruflichen Entwicklung - mehr als 3 Stellen in 10 Jahren
2) Weniger als 3 Arbeitsstellen in 10 Jahren



Ad 1) Umfangreich
> Der Trick heißt "Gliederung"!
> Gliedern Sie in mehrere Sinngruppen (zB Berufliche Laufbahn, Qualifikationen, Seminare), die zeitlich übereinstimmend (Timeline) an einer gedachten, zeitlichen Achse aufgefädelt werden können.
So können Sie zB sehr gut und übersichtlich eine Qualifizierung mit einem Arbeitsstellenwechsel in Verbindung bringen, der in anderer Darstellung leicht als "unstete" Vita gewertet werden könnte.
> Legen Sie mehrere Seiten an, bleiben Sie übersichtlich und beginnen Sie eine Sinngemeinschaft immer mit einer neuen Seite. Das wirkt strukturiert und überlegt.

Ad 2) Weniger
> Der Trick heißt "Optische Gliederung"!
> Verfahren Sie mit einer Gliederung wie 1) - nur können Sie diesmal auch 2 Gliederungspunkte auf eine Seite bringen.
> "Erfinden" sie Gliederungspunkte: Wenn Sie ein Rhetorikseminar Anno Schnee gemacht haben, können Sie das immer noch gut einbauen. Wenn es das einzige Seminar war, aber topp, verdient es als eigener Gliederungspunkt (zB Qualifikationen Soft-Skills, Sprachliche Qualifikationen usw.) genannt zu werden.
> Heben Sie die Gliederungspunkte optisch hervor, indem Sie die Schrift etwas größer machen, Linien oberhalb und unterhalb des Textes machen.
> Sparen Sie unbedingt im Schriftbild mit Farbe! SW-Kopierer danken es Ihnen!
> Vergrößern Sie Zeilenabstände moderat
> Schriftgrad immer maximal 11 pt
> Wenn Sie die Möglichkeit haben, verwenden Sie Symbole, die strukturieren. Also zB einen schönen Pfeil als Hervorhebung für einen besonderen Abschluss, oder einen Gliederungspunkt ...

Tipp: Gliedern, gliedern, gliedern - aber: Bleiben Sie dabei, dass Sie pro Seite maximal 2 Gliederungspunkte unterbringen - außer Sie bringen alles sehr locker auf eine Seite!
Kleidung am Bewerbungsfoto
18.05.2010 17:31:02
Welche Kleidungsstücke wirken am Foto am besten?

Einfachste Regel: Bluse, Hemd ohne Muster, bzw. unruhigem Aufdruck!

Kleider machen ja bekanntlich Leute - allerdings nicht immer so wie man es möchte. Das Problem ist, dass zu modisch oder zu unmodisch automatisch auf die Person gemünzt wird.

Tipps für Frauen: Helle Bluse, keine zu freien Schultern, Sakko möglich, Schmuck dezent, Ausschnitt nicht bis zum "Nabel" ...

Tipps für Männer: Hemd und Sakko, keinesfalls Kapuzen Sweatshirt, Militaryjacke oder Hawaihemd ... und, verzichten Sie darauf als Mann zuviel Brusthaare oder "Blink" zu zeigen ;-) Also eher weg mit der schweren Goldkette, dem Haifischzahn oder indianischen Fruchtbarkeitsschmuck ...
Persönliche Worte
15.05.2010 17:46:10
Wie persönlich kann - oder soll - eine Bewerbung verfasst sein?

Eine allgemeine Regel daraus abzuleiten ist schwierig - hier ein paar Anhaltspunkte:

1 Prüfen Sie, ob das Unternehmen in der Ausschreibung deutlich bestimmte Inhalte und Informationen von Ihnen fordert. In diesem Falle dürfte allzuviel persönliches nicht gewünscht sein.

2 Im Gegensatz dazu, können Sie eine spezielle Seite "Persönliches" einbauen, wenn nur allgemein eine Bewerbung gefordert wird.

3 Das Stichwort "aussagekräftig" sollte die Alarmglocken läuten lassen, dass Ihre "persönliche Seite" gefragt ist.

4 Wenn Sie etwas persönliches über sich sagen wollen, halten Sie sich nach der Frage: "Welche meiner persönlichen Eigenschaften sind für das Unternehmen/Team erforderlich und positiv?"

Tipp: Halten Sie sich kurz, schreiben Sie in Ihren Worten und vermeiden Sie allzu tief "aus sich heraus zu gehen" - das schreckt ab!
Welche Kriterien sind bei der Bildauswahl für Bewerbungen zu beachten?
13.05.2010 13:34:58
Im wesentlichen gilt es 2 Kriterien bei der Bebilderung von Bewerbungen zu beachten:

1 Wird das Bild als "Passbild" bzw. Anlage/Printfoto oder digital benötigt?
2 Soll die Bewerbung über das Bild Ihre Persönlichkeit stärker zum Ausdruck bringen?

Beginnen wir mit 1
In verschiedenen Fällen kommt es vor, dass Personalabteilungen Ihr Bild ablegen möchten, und dabei einer bestimmten Systematik folgen. Unter anderem gibt es interne Bewerbungsbögen, an die dann gedruckte Fotos geheftet werden.
Wenn Sie dann kein "loses" bzw. separates Foto - am besten im Passformat - beilegen, muss die Personalabteilung dies nachfordern oder selbst ausdrucken. Sie können sich denken, wie erfreut man ist, dies tun zu müssen ;-)
Tipp: Lesen Sie exakt die Ausschreibung durch, schauen Sie im Internet der Jobangebote des Unternehmens nach, erkundigen Sie sich direkt! Und - lassen Sie sich ein Profi-Foto machen! Besonders bei Passbildern bzw. gewünschten Porträtaufnahmen.

Zu 2
Hier ist die Spielwiese groß - aber grundsätzlich gilt, dass jedes private Foto ein 100%iges No-Go ist. Also Finger weg vom "tollen Foto im Park" ...
Investieren Sie also lieber ein paar Euro - oder etwas Zeit - in eine kleine, nette Serie mit der Aussage: "Hallo, das bin ich - ich möchte bei Ihnen arbeiten!"
Tipp: Schauen Sie sich sogenannte "Homestories" in People und Starmagazinen an - dort kann man viel über persönliche Präsentationen lernen. Eine gute Pose mit mittlerer Foto-Qualität ist besser als ein urlangweiliges 0815-Bild im Studio!

Was benötige ich zum Interview?
16.04.2010 17:32:35
Einfach gesagt, alles Notwendige, um ein persönliches "Gesamtbild" für die wirksame Bewerbung entwerfen zu können - dazu zählen:

> Lebenslauf - persönlich & beruflich, auf Papier, CD oder Daten-Stick, per E-Mail
> Qualifikationen und Abschlüsse
> Sehr gutes Bild - digital auf CD oder Daten-Stick, per E-Mail
> Stellenwunsch bzw. Stellenanzeige


Für das Interview sollten Sie sich gut 45 Minuten Zeit nehmen.

Lebenslauf "verbessern"?
16.04.2010 17:22:14
Immer wieder taucht die Frage auf, ob es als Kavaliersdelikt gelten kann, einen Lebenslauf - zB durch nicht 100% belegbare Qualifikationen - zu "schönen".

Kurzum: Das ist ungünstig - vor allem, wenn man sich peinliche Erklärungen ersparen möchte!
Selbst nach Monaten oder Jahren der Zugehörigkeit zu einem Unternehmen - zB als verkannter "Maturant" - kann es unangenehm werden, wenn bei einem Gehaltsgespräch die Qualifikationen nochmals geprüft werden.

Ebenso schlecht lässt sich eine exzessive, auf das Studium oder Arbeitgeber schimpfende Facebook-Welt erklären. Die Plattform ist ja für ALLE offen, und damit auch für den Chef, den Kollegen oder den neidischen Nachbarn ;-)

Die gute Nachricht!
Zuerst sollte man sich - im Falle vorgegebener Qualifikationen, die man nicht hat - überlegen, ob die Position, die man anstrebt, überhaupt spezielle Qualifikationen benötigt! Das klingt zu einfach? Ganz und gar nicht.
Angaben wie "Maturaniveau" sind meist derart schwammig, dass man genauer analysieren muss, was dahinter steckt. Im Ernstfall sollte man einen Profi zu Rate ziehen, der eine Stellenausschreibung "deuten" kann.

Der Tipp:
Genau zwischen den Zeilen lesen und überlegen, ob die Qualifikation eher als "Beweispapier" einer Ausbildung, oder belegbare Erfahrung (zB Zeugnis, Arbeitsproben, usw.) zu werten ist.
10 Elemente gesamt
Wir setzen Sie in Szene!
karrierestartdie bewerbungprofi-tippspostkastenüber unskontakt